DSGVO im E-Mail-Marketing

 Marlies Hedlund von DIE VERTRIEBSAGENTUR hat bei Ihrem Newsletter-Service nach Antworten auf einige Fragen rund um das E-Mail-Marketing und die DSVGO gesucht.

Fragen zum Double-Opt-in nach DSGVO


Müssen alle aktuellen Empfänger erneut nach einer Einwilligung gefragt werden?
Wenn Sie von Ihren alten Kontakten eine Aufzeichnung der Zustimmung zum Newsletter haben (Double-Opt-in oder Einwilligung) , die es Ihnen erlaubt Newsletter an den einzelnen Empfänger zu versenden, ist es nicht notwendig, dass Sie eine neue und ausdrückliche Erlaubnis von Ihren alten Kontakten einfordern. Andernfalls schon.

Wie gehe ich vor, wenn ich Empfänger ohne Einwilligung in meinem Verteiler habe?
Ohne Einwilligung dürfen Sie Ihre Empfänger nicht weiter mit Newslettern versorgen. Sie sind bei der Verwendung personenbezogener Daten verpflichtet eine neue und ausdrückliche Einwilligung einzuholen.

Wem darf ich E-Mails ohne Einwilligung senden?
Bei der Verwendung von personenbezogenen Daten im Newsletter-Versand ist stets eine datenschutzrechtliche Einwilligung notwendig. Die Ausnahmevorschrift des § 7 UWG betrifft kein Datenschutzrecht, weshalb die datenschutzrechtlichen Vorgaben auch hier zu beachten sind. Das Datenschutzrecht ist unabhängig von dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb wirksam. Soweit eine Versendung nach dem UWG gewährt wird, müssen Sie sich zusätzlich an den datenschutzrechtlichen Vorgaben orientieren.

Behält § 7 Absatz 3 UWG weiterhin Gültigkeit?
§ 7 UWG ist ohne Beachtung des Datenschutzrechts alleinig zu beachten, wenn Sie bei der Versendung von Newslettern keine personenbezogenen Daten verwenden (Bsp. Info@-Adressen). Sobald bei der Versendung personenbezogene Daten betroffen sind, müssen Sie zusätzlich die datenschutzrechtlichen Vorgaben beachten.

Fragen zum Anmeldeformular nach DSGVO

Was kommuniziere ich über das Anmeldeformular?
Im Anmeldeformular müssen Sie über den Verwendungszweck für die Verarbeitung der personenbezogenen Daten aufklären. Kurz, wofür meldet sich Ihr Empfänger genau an. Wir empfehlen den Zweck umfassend und konkret zu formulieren und z.B. neben Angeboten auch Informationen zum Unternehmen mit aufzunehmen. Empfehlenswert ist es den Zweck zusätzlich in dem DOI-Mailing mit aufzunehmen.

Was kommuniziere ich über die Datenschutzerklärung?
In der Datenschutzerklärung weisen Sie auf Ihren Drittanbieter, dem Anbieter Ihrer E-Mail-Marketing-Software hin. Verschiedene Newsletter-Anbieter haben hierzu schon entsprechende Mustertexte vorbereitet, den Sie in Ihrer Datenschutzerklärung eins zu eins übernehmen können.

Wie verfasse ich ein DSGVO-konformes Anmeldeformular?
Ihr Anmeldeformular sollte neben dem eindeutigen Zweck zwei essentielle Aussagen enthalten: Der Newsletter kann jederzeit abbestellt werden und der Empfänger akzeptiert Ihre Datenschutzerklärung. Geben Sie hier auch den Link zu Ihrer Datenschutzerklärung an.

Welche Daten darf ich im Anmeldeformular abfragen?
Ihr Anmeldeformular darf nur die E-Mail-Adresse in Form eines Pflichtfeldes abfragen, da dies die einzige notwendige Information für den Versand von Newslettern darstellt. Alle weiteren Daten wie Name, gewünschte Sprache, Themen, Geschlecht etc. dürfen zusätzlich abgefragt werden, allerdings nicht über Pflichtfelder. Ein Hinweis zur Freiwilligkeit dieser Angaben sollte im Anmeldeformular erfolgen.

Dürfen Kunden weiterhin mit Gutscheinen oder Aktionen zum Opt-in motiviert werden?
Sie können weiterhin für eine Anmeldung zu Ihrem Newsletter mit Gutscheinen oder Sonderangeboten werben.

Kann ich weiterhin den Download von Freebies mit einer Newsletter-Anmeldung kombinieren?
Wenn Sie Freebies wie E-Books, Whitepaper, Checklisten, etc. anbieten und diese mit einer Newsletter-Anmeldung kombinieren wollen, müssen Sie Ihre Interessenten genau über dieses Tauschgeschäft aufklären. Es darf nicht als "kostenlos" bezeichnet werden, da der Interessent mit seinen Daten zahlt. Außerdem muss klar hervorgehen, dass der Interessent sich für Ihren Newsletter anmeldet.